Die Greetsieler Zwillinsmühlen

Schon von weitem sieht man, wenn man sich Greetsiel nähert, die zwei Mühlen. Da man von den Greetsieler Zwillingsmühlen redet, nimmt man vielleicht im ersten Moment an, daß beide zur gleichen Zeit gebaut wurden, was allerdings nicht richtig ist. Die östliche, zum Ortsrand gelegene Mühle wurde im Jahr 1921, die westliche Mühle schon im Jahr 1856 erbaut. Beide Mühlen hatten Vorgänger, die entweder durch Stürme oder Brände zerstört wurden.
Mit dem Mahlen von Getreide ist es nicht mehr möglich die Mühlen rentabel zu betreiben. Heute werden in der östlichen Mühle Vollkornartikel, Brot und Andenken verkauft, in der westlichen ist eine Teestube eingerichtet.

Für die Erhaltung der beiden Galerieholländer sorgt ansonsten "Die Vereinigung zur Erhaltung der Greetsieler Zwillingsmühlen e.V." sowie die Familie Schoof. Die Führungen sind von April bis Oktober mittwochs und samstags um 14.00 Uhr sowie für Gruppen ab 10 Personen nach Vereinbarung. Wenn Sie Interesse haben, die östliche Mühle zu besichtigen, können Sie Kontakt aufnehmen mit:

Frank Schoof
Mühlenstraße 2
26736 Greetsiel
Telefon: 0 49 26 - 92 65 30
Internet: www.muehle-schoof.de
E-Mail: info@muehle-schoof.de


Am 28. Oktober 2013 wurde die grüne Greetsieler Zwillingsmühle stark durch den Orkan "Christian" beschädigt. Die Bilder der herabfallenden Flügel, Mühlenkappe und Galerie (Rundgang) sorgten damals deutschlandweit und auch international für Aufsehen. Damalige Schätzungen gingen von einem Schaden von ca. 300.000,- Euro aus. Am Ende waren es um die 400.000,- Euro, die für die Reparatur notwendig waren. Innerhalb von einem Jahr konnte der Betrag durch Spenden zusammengebracht werden. Spenden kamen aus ganz Deutschland und dem Ausland. Anwohner, Urlauber und Geschäftsleute haben die Hälfte der Kosten durch ihr Engagement aufbringen können, die übrigen Kosten wurden vom Mühlenbeirat des Landkreises Aurich und das Land Niedersachsen getragen. Nach eineinhalb Jahren, im Juni 2015, soll die grüne Mühle wieder repariert worden sein.

Zu Mühlen allgemein www.deutsche-muehlen.de: "In Deutschland kamen die ersten Windmühlen im 11. Jahrhundert auf. Die älteste Form ist die sogennante "Bockwindmühle" oder auch "Deutsche Mühle" genannt. Später kommen andere, leistungsfähigere Mühlentypen hinzu, insbesondere die "Holländerwindmühlen". Das Ende der Wind- und Wassermühlen tritt im Zuge der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert durch die Erfindung der Dampfmaschine, des Verbrennungsmotors und des Elektromotors ein. Vollautomatisierte Großmühlen bilden mit ihrer um ein Vielfaches größeren Ausbaukapazität eine übermächtige Konkurrenz."

In folgenden Orten in der Krummhörn gibt es noch Mühlen: Greetsiel, Pewsum, Rysum, Uttum, Campen. Außerdem gibt es nicht weit von Greetsiel noch ein Mühle in Hinte.
In der Mühle in Uttum, die 1980 restauriert wurde, befindet sich eine Teestube und ein Restaurant.

In der dreistöckigen Galerie-Holländer-Windmühle in Hinte, die von 1992-1998 rekonstruiert wurde, befindet sich heute das Fremdenverkehrsbüro, ein Trauzimmer, eine Gemäldegalerie mit Friesenzimmer sowie eine Teestube im ehemaligen Maschinenhaus.
Die Mühle in Rysum wurde von einer Interessengemeinschaft wieder aufgebaut. Die Mühle kann besichtigt werden.

Im 15 km von Greetsiel entfernten Norden findet man die Westgaster Mühle, die Gnurre Mühle und die Deichmühle. Wenn man von Westermarsch aus die Stadt Norden erreicht findet man die Westgaster Mühle gleich an der Straße, die in den Ort hinein führt auf der linken Seite. Die Westgaster Mühle ist ein dreistöckiger Galerieholländer von 1886. Die Mühle kann besichtigt werden. In der Mühle befindet sich eine Teestube.

Im 15 km von Greetsiel entfernten Norden findet man die Westgaster Mühle, die Gnurre Mühle und die Deichmühle.
Wenn man von Westermarsch aus die Stadt Norden erreicht findet man die Westgaster Mühle gleich an der Straße, die in den Ort hinein führt auf der linken Seite.
Die Westgaster Mühle ist ein dreistöckiger Galerieholländer von 1886. Die Mühle kann besichtigt werden. In der Mühle befindet sich eine Teestube.

Im Osten der Stadt Norden befindet sich die Gnurre Mühle, ein 4-stöckiger Galerieholländer mit Windrose und Jalousieflügel "Typ van Bussel". In der Mühle befindet sich ein Muschel & Schnecken Museum sowie ein Keramikstübchen.
Kontakt unter der Tel.-Nr.: 04931 - 12615
In der direkten Nachbarschaft der Gnurre Mühle steht die Deichmühle. Der 4 stöckige Galerieholländer wurde 1900 erbaut und ist 28 m hoch

Der Durchmesser der Flügel bei der Deichmühle beträgt 22,60 m. Wie die meisten Mühlen, kann auch die Deichmühle besichtigt werden.
- Kontakt Tel.: 04931 - 12339
Wenige Kilometer von Norden entfernt in Richtung Aurich steht die Tjücher Mühle in Marienhafe.
Weitere Informationen zu den Mühlen in Niedersachsen unter: www.deutsche-muehlen.de/mnb/

In Dornum befindet sich die letzte ostfriesische Bockwindmühle. 1626 wurde diese Bockwindmühle oder auch Ständermühle mitten im 30jähringen Krieg erbaut. Typisch an der Bockwindmühle ist, daß das gesamte hölzerne Mühlengebäude drehbar auf einem Bock gelagert ist.

Die Mühle gehörte ursprünglich zum Dornumer Schloß, wurde aber dann von freien Müllern betrieben. Nachdem die Mühle 1960 stillgelegt wurde, gehört sie seit 1984 der Gemeinde Dornum und kann besichtigt werden. - Kontaktperson: Hermann Rector, Tel.: 04 93 3 / 13 43